Flyer zur 800-Jahrfeier hier herunterladen.

 


Programm


Freitag, 4. September 2015
21.00 Uhr    Die Wonderfrolleins Musik der 50er & 60er
24.00 Uhr    Disco mit Katja & Stefan Cocktailbar im Zelt

Samstag, 5. September 2015
14.00 Uhr    Bilderausstellung im DGH
19.00 Uhr    Kommers im Festzelt
21.00 Uhr    Lasterbacher Musikanten

Sonntag, 6. September 2015
10.00 Uhr    Gottesdienst  in der Matthäuskapelle mit den Backesspatzen
11.00 Uhr    Bilderausstellung im DGH
11.00 Uhr    Vortrag in der Kapelle Sven Trommer (Restaurator)
11.00 Uhr    Hoiwelinger Maat
13.00 Uhr    Zumba mit Mandy
16.00 Uhr    Mittelalterturnier mit den Gauklern Bogenschießen / Axtwerfen /historisches Karussell
17.00 Uhr    Zumba mit Mandy
18.00 Uhr    After Maat Party im Festzelt

 

 


Berichte aus der Preisse

 

 

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Jubiläum: Gemeinde feiert 800. Geburtstag (Bericht der Westerwälder Zeitung)

Hüblingen - Vom 4. bis 6. September 2015 feiert die Ortsgemeinde Hüblingen ihren 800. Geburtstag.


Die Aufnahme zeigt das Erntedankfest 1935 in Hüblingen. Dieses Jahr feiert der Ort 800. Geburtstag.


Schon seit Juli 2014 laufen die Vorbereitungen für das Fest. Der Festausschuss und die verschiedenen Arbeitskreise sind mit den organisatorischen Planungen schon weit fortgeschritten. Das Rahmenprogramm steht in groben Zügen und auch die Festschrift ist weitgehend „in trockenen Tüchern“. Die „Geburtsurkunde“ zu Hüblingen weist leider kein genaues Datum auf.

Die Ersterwähnung bezieht sich auf ein Besitzverzeichnis des Klosters Seligenstatt bei Seck. Dieses Verzeichnis ist zwischen 1213 und 1215 entstanden und führt „eine Hube zu Huvelingen“ auf. In dem Fall steht Hube für ein Gehöft. In der gleichen Urkunde taucht zudem ein erster Bewohner auf: Ein „Thomas von Hublingen“ hat sechs Albus für die Arbeit in der Mühle erhalten. Soweit reicht also auch die dörfliche Mühlentradition zurück. Hüblingen war über Jahrhunderte ein Mühlendorf. Deshalb zieren auch Mühlräder das heutige Ortswappen. 1592 wird im Ort eine Mühle ausdrücklich erwähnt. Bis ins 20. Jahrhundert bestanden drei Mühlen (Burks,- Görz- und Horzemühle). Die Letzte war bis ins Jahr 1961 in Betrieb. Ein bei Hüblingen gefundenes Steinbeil ordnen Fachleute in Zeit um 2000 vor Christus ein. Es ist aber kein Beleg für eine entsprechende Besiedlung des Dorfes, die mit Sicherheit wesentlich später erfolgte. Zunächst gehörte die Siedlung zum Niederlahngau, kam dann nach der Jahrtausendwende an die Herren von Merenberg und ging 1328 an Nassau-Weilburg über.

Bis 1773 hielt sich die Weilburger „Insel“ mit Hüblingen und Neunkirchen zwischen den Herrschaftsbereichen von Dillenburg und Hadamar. Dies erklärt auch die evangelische Ausrichtung inmitten der katholischen Nachbargemeinden. 1773 ging Hüblingen dann zwar in Nassau-Oranien auf; an der konfessionellen Zugehörigkeit hat dies aber bis heute nichts geändert. Die 1385 errichtete Matthäus-Kapelle ist Wahrzeichen und das markanteste Gebäude im Ort. Überregionale Bedeutung haben die Wandmalereien im Innern, die aus dem 15. Jahrhundert stammen und in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurden. Bis 1750 befand sich um diese Kapelle herum der örtliche Friedhof. Danach bestattete man nach Neunkirchen, bis 1906 ein eigener Friedhof am Ortsrand entstand. Im Juli 1600 wird ein Reinhard von Hüblingen als männliche Hexe (Werwolf) in Beilstein hingerichtet.
Eine Schule wird erstmals 1706 erwähnt. 1853 richtete man in einem Privathaus einen Schulraum her und 1902 entstand ein eigenes Schulgebäude. Bis um 1950 war Hüblingen ein reines Bauerndorf, wenn auch schon ab dem 19, Jahrhundert Bauarbeiter im Siegerland, in Westfalen und Frankfurt ein zusätzliches Einkommen fanden. Eine Posthilfsstelle wird um 1890 erwähnt. Das örtliche Backes war bis 1952 in Betrieb. Heute gibt es im Ort weder Geschäft, Gaststätte noch einen Handwerksbetrieb. Auch das Vereinsleben ist rein auf die Freiwillige Feuerwehr beschränkt, die im Jahr 1934 gegründet wurde. Ein Gemischter Chor bestand bis 1964; der Sportverein hat sich 2012 aufgelöst. Die traditionelle Kirmes feiert man am dritten Juli-Wochenende. Hüblingen zählt aktuell 330 Einwohner. An der Spitze der Gemeinde steht Bürgermeister Bernd Appel.

Für die Darstellung der 800-jährigen Geschichte des kleinen Dorfes Hüblingen im Hohen Westerwald Dorfes zeichnet sich Hans Dieter Jung verantwortlich. Jung fungiert seit 1985 als Chronist seiner, in der Verbandsgemeinde Rennerod gelegenen Heimatgemeinde und ist ein, über den Ort hinaus ausgewiesener Kenner der dörflichen Vergangenheit. Beispielsweise hat er an der Festschrift zur 600-Jahrfeier der Kapelle, ebenfalls im Jahr 1985, mitgewirkt.

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